Die Chronik der Feuerwehr Rensefeld



Hauptleute und Wehrführer der
Freiwilligen Feuerwehr Rensefeld


W. Rohlf vom 5. November 1892 bis 1894
J. Grabbert   1894 bis 1895
R. Boldt   1895 bis 1899
F. Wenck
  1899 bis 1903
E. Clasen   1903 bis 1908
R. Sager   1908 bis 1911
W. Kellind   1911 bis 1921
M. Rubel   1921 bis 1927
O. Peters   1927 bis 1940
E. Schulz   1940 bis 1942
H. Stamer   1942 bis 1943
B. Röhr   1943 bis 1944
R. Sager   1944 bis 1945
P. Andersson   1945 bis 1956
H. Kletzin   1956 bis 1971
G. Andersson   1971 bis 1977
H. Löhndorf 
  1977 bis 1994
J. Kendziorra   1994 bis 2010
O. Dreyer seit 2010











St. Fabian Kirche zu Rensefeld um 1910 mit dem damaligen Spritzenhaus



Rensefeld und seine Feuerwehr!





Rensefeld, die Dorfschaft, besteht aus dem Kirchdorf Rensefeld und der Ortschaft Klein Mühlen, die südlich von Rensefeld liegt. Die Kirche liegt inmitten des Dorfes auf einer Erhöhung; umgeben von Wohnhäusern, Katen und der Schule. Rensefeld wurde 1177 erstmalig erwähnt.

Der Ruf: „Feuer" war zu allen Zeiten ein Alarm und Schreckensruf in unseren Städten und Dörfern, denn eine Feuersbrunst gehörte in früheren Zeiten zu den größten Gefahren, die einen Ort bedrohen konnten.







1892: Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rensefeld

Am 5. November 1892 gründeten 42 pflichtbewusste Männer die Freiwillige Feuerwehr Rensefeld. Es waren Männer aus allen sozialen Schichten der Bevölkerung, Idealisten und Pragmatiker.

Die erste Eintragung im Protokollbuch:
Verhandelt: Rensefeld, den 5. Nov. 1892, abends 8 Uhr. Zwecks Gründung einer freiwilligen Feuerwehr zu Rensefeld hatten sich gegen 55 Ortsbewohner versammelt.

Vom Bauernvogt Evers wurde die Versammlung eröffnet und mitgeteilt, dass 267,90 M Beiträge für die Feuerwehr gezeichnet währen und zwar 127,50 M einmalige, 73,50 M jährliche und 5,55 M monatliche Beiträge (66,90 M im Jahre). Es wurde beschlossen, dass an dieser Versammlung aktive als passive Mitglieder teilnehmen sollen und stimmberechtigt sind. Sodann wurden die Mitglieder verlesen und hieraus als Wortführer der Zimmermann Kruse und als Schriftführer der Lehrer Dohm gewählt. Sie wählten einen Vorstand und gaben sich eine Satzung, im damaligen Sprachgebrauch: „Statuten".

Zum Vorbild wurden die Statuten der Feuerwehr Gleschendorf besprochen, aus denen „die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Rensefeld" entstanden. Die Statuten regelten in eindeutiger Sprache den Zweck der Wehr, die Pflichten und Aufgaben der Feuerwehrmänner, so wie den Vorstand der Wehr.

 

Die Wehr wählte einen fünfköpfigen Vorstand, mit dem

Hauptmann W. Rohlf
1. Zugführer J. Grabbert
2. Zugführer
F. Wenck
Kassierer
Dunker
Schriftführer
Dohm


Die Einteilung der Wehr erfolgte in

6 Steiger
3 Hornisten
28 Spritzenleuten
Schlauchmannschaften

Die Ausrüstung der Feuerwehr wurde bei der Gründung auf Rechnung der Gemeinden vorgenommen. Sie bestand neben der persönlichen Ausrüstung der Wehrmänner, aus einer Handdruckspritze für Bespannung und einem Spritzenhaus am Dorfteich bei der Kirche.

Vorstandsmitglieder, Zugführer, Steiger und Spritzenmänner erhielten eigene Abzeichen. Die Ausrüstung der Steiger bestand aus einem Helm, einem Rock, einem Wollgurt mit Karabiner und einem Beil mit Beiltasche, eine Rettungsleine (12 m lang). Spritzenleute trugen einen Helm, einen Rock und einen Wollgurt mit Messingschloss. Der Hauptmann hatte eine doppeltönige Hupe und eine Signalpfeife.

Die drei Hornisten erhielten jeder ein Signalhorn. Als Hornisten trugen sie ein so genanntes „Schwalbennest" auf den Achseln ihrer Röcke. Die Versammlungen der Wehr fanden im Vereinslokal „Steinbergs Gasthof“ statt. Bei den ersten Übungen im Freien wurde in erster Linie das militärische Grüßen gelernt; es folgte Geräteexerzieren, Fußexerzieren und Parademarsch in Zügen.


1894 - 1899: Die Hauptleute dieser Zeit

Von 1894 bis 1895 führte J. Grabbert die Wehr.

Sein Nachfolger war Kamerad R. Boldt von 1895 bis 1899.

Ab 1899 führte dann F. Wenck die Wehr.


1900: Die Alarmierung

Freiwillige Feuerwehr Rensefeld um 1900


Im August 1900 diskutierten die Feuerwehrleute über feuerpolizeiliche Vorschriften für das Fürstentum Lübeck. Hierbei stellt man u. a. fest, dass bei Feuer im Flecken durch drei Töne und bei auswärtigem Feuer durch zwei Töne hintereinander zu alarmieren ist. Diese Alarmierungsart hat auch noch heute zum Teil ihre Gültigkeit. Bei bestimmten Einsätzen kommt es neben der stillen Alarmierung über Funkmeldeempfänger auch zum dreimaligen Auslösen der Sirene.


1902: 10 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rensefeld

Am 11. November 1902 feierte die Freiwillige Feuerwehr Rensefeld ihr 10. Stiftungsfest. Als Gäste wurden der Verbandsvorsitzende Ratsherr Schade begrüßt sowie die Nachbarwehren Groß Parin, Schwartau und Steenrade.
In den letzten 10 Jahren ist die Wehr von 42 auf 23 Mitglieder zurückgegangen. 31 mal ist die Wehr alarmiert worden; 13 mal in Rensefeld, 9 mal nach Bad Schwartau, 2 mal nach Pohnsdorf, 1 mal nach Sereetz und Horsdorf und 5 mal nach Groß Parin. Die Pfleger der Kameradschaft und die Unterhaltung guter Beziehungen zu den Nachbarwehren hatten zu allen Zeiten einen hohen Rang.


1903 - 1927: Die Hauptleute dieser Zeit und die Wasserversorgung

Von 1903 bis 1908 wurde die Wehr von Brandmeister E. Clasen geführt.

Danach führten nacheinander die Kameraden R. Sager (1908-1911), W. Kellind (1911-1921) und M. Rubel (1921-1927) die Wehr.

Am 10. September 1903 bittet die Feuerwehr um die Herstellung von Schöpfstellen, aus denen bei ausbrechendem Feuer das nötige Wasser von den Spritzen entnommen werden kann. Bei den letzten Bränden kam es durch die schlechten Wasserverhältnisse immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung. Daraufhin wird der erste Brunnen im März 1905 fertig gestellt. Mit der Inbetriebnahme des Wasserwerkes am 01.04.1910 beginnt der weitere Ausbau einer Wasserversorgung (u. a. Hydranten), die es heutzutage den Feuerwehren in Bad Schwartau ermöglicht, an jedem Ort der Stadt auf das Löschmittel „Wasser" zurückzugreifen.

Über die Einsätze während des 1. Weltkrieges gibt es keine Unterlagen, da das Protokoll in den Kriegsjahren nicht weitergeführt wurde.


1927 - 1940: 35 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rensefeld, die Wehrführer dieser Zeit und die Auflösung der Landgemeinde Rensefeld

Das 35-jährige Stiftungsfest 1927 verlief in schönster Weise. Erschienen war der Herr Gemeindevorsteher Utesch, Bauernvogt E. Bütow, die Nachbarwehren Bad Schwartau und Groß Parin. Mit Musik ging es durch den Ort zum Sportplatz an der Mühlenstraße.
Hier fand eine Geräteübung und das Fußexerzieren statt, welches schneidig ausgeführt und von den Nachbarwehren lobend anerkannt wurde. Alsdann folgte ein Brandmanöver, woran die Wehren Bad Schwartau und Groß Parin mit ihren Spritzen teilnahmen.
1892 wurde unsere Wehr mit 42 Mitgliedern gegründet.Zur Zeit des 35-jährigen Stiftungsfestes waren ein großer Teil der Mitglieder schon verstorben, verzogen oder ausgetreten. 1927 waren es nur noch zwei der 42 Mitglieder, die der Wehr dienten. Die Kameraden H. Höppner und M. Rubel. Sie bekamen die Abzeichen für 35-jährige Dienstzeit durch den Ge­meindevorsteher Utesch.
In diesen 35 Jahren hatte unsere Wehr 85 Brände zu bekämpfen, in den ersten 15 Jahren 57 und in den letzten 20 Jahren 28. Die meisten Brände waren im Jahre 1906 mit 9 und 1925 mit 8 Bränden; am wenigsten Brände in den Kriegs- und Inflations­jahren.

Infolge des Verlustes des letzten Protokollbuches, wird in folgenden Ausführungen die Zeit von März 1928 bis zum April 1945 überbrückt.

Von 1928 bis 1939 wurde das verloren gegangene Protokollbuch von dem derzeitigen Wehrführer, Kamerad Otto Peters, ordnungsgemäß geführt und seinem Nachfolger, Kamerad Ernst Schulz, übergeben. Durch die Kriegsereignisse ist über den Verbleib dieses Protokollbuchs nichts festzustellen.

Von November 1927 bis 1940 wurde die Wehr von Brandmeister Otto Peters geführt. Derselbe schied wegen Unstimmigkeiten mit der Stadtverwaltung im Jahre 1940 aus der Wehr. Sein Nachfolger war Ernst Schulz.

1934 wurde die Landgemeinde Rensefeld aufgelöst. Die Dörfer Rensefeld, Groß Parin und Cleve wurden in die Stadt Bad Schwartau eingemeindet. Damit verlor die Wehr die Selbständigkeit und wurde der III. Halbzug der Freiwilligen Feuerwehr des Ortspolizeibezirks Bad Schwartaus.


1942 - 1945: Die Wehrführer dieser Zeit, die erste Motorisierung und der 2. Weltkrieg

Nach der Einberufung des Wehrführers Ernst Schulz im Jahre 1942 zur Wehrmacht, führten nacheinander die Kameraden Hermann Stamer (1942-1943), Bruno Röhr (1943-1944) und Rolf Sager (1944-1945) die Wehr.

Im Jahre 1942 erhielt die Schwartauer Wehr ein neues LF 15. Diesem Umstand verdanken wir den ersten Schritt zur Motorisierung. Man dachte an uns und übergab uns den ausgedienten, für die Wehr nicht mehr leistungsfähigen, Opel-Wagen mit 1000 Liter Flader-Lafetten-Motorspritze. Unsere alte, gute Handdruckspritze musste der Technik weichen und wurde abgegeben. Ob sie ihre Tätigkeit für immer einstellen musste, ist uns nicht bekannt. Mit unserer Motorisierung wurde unser nun zu klein gewordenes Spritzenhaus für andere Zwecke verwandt und die Pastorenscheune unser Gerätehaus.

Während des Krieges war bei Fliegeralarm auch gleich die Wehr alarmiert und in Bereitschaft. So wurde die Wehr mit ihren Fahrzeugen bei Großangriffen auf die Städte, u. a. Hamburg und Kiel, eingesetzt.

1944 wurde unserer Wehr eine neue TS 8 übergeben. Die alte gute Flader ging nach Schwartau zurück. Leider hatten wir für den Opel-Wagen noch keinen Ersatz.

Im Herbst 1945 stellte uns das städtische Wasserwerk eine TS 8 Köbe zur Verfügung. Da dieselbe nicht betriebsfertig war und Ersatzteile nicht zu beschaffen waren, wurde das Gerät vorläufig beim Kameraden H. Jäger privat untergestellt.

 

 





Beim Zusammenbruch erhielt die Wehr durch den persönlichen Einsatz des Kameraden Willi Finke ein neues LF 15 (MAN-Diesel), mit vollständiger Ausrüstung. Somit erwarb sich Kamerad Finke einen großen Verdienst um die Wehr, denn seine Bemühungen brachten uns die Langersehnte, vollständige Motorisierung.




LF 15 der Rensefelder Feuerwehr in der Pastorenscheune     


Von 1945 an führte der Kamerad Paul Andersson die Wehr. Die Wehr zählte 22 Mitglieder.


1946: Die Neuordnung des Feuerlöschwesens

Infolge der Neuordnung des Feuerlöschwesens wurde im Jahre 1946 unsere Wehr wieder selbständig.


1956: Ein neuer Wehrführer wurde gewählt

Von 1956 führte Brandmeister Harald Kletzin die Wehr.


1962: Das gemeinsame neue Feuerwehrhaus

Am 13. Juni 1962 bezog die Freiwillige Feuerwehr Rensefeld mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schwartau das gemeinsame neue Feuerwehrhaus in der Rantzauallee. Es war das größte undmodernste im Kreis Ostholstein.


1963: Das erste Neufahrzeug

Nach dem Großfeuer 1950 in der Schule in Bad Schwartau und im Geertz Hotel 1960, bekam die Wehr Rensefeld am 12. Februar 1963 ihr erstes Neufahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug LF-8TS.


1965: Die Fahnenweihe

Ein großes Ereignis fand für die Rensefelder Feuerwehr am 19.06.1965 statt. Auf dem Platz der Rensefelder Kirche weihte Pastor Bünz die Fahne, die durch Spenden aus dem Kreis der aktiven und passiven Mitglieder angeschafft werden konnte. Die feierliche Handlung fand in der Öffentlichkeit starke Beachtung.


1966: Gründung der Jugendfeuerwehr Rensefeld

Auch Nachwuchssorgen sollten ein Ende haben. Mit Gründung einer Jugendfeuerwehr sollte das Problem des Nachwuchses gelöst werden. Am 01.10.1966 wurde die Jugendfeuerwehr Rensefeld mit 17 Jungen unter Leitung von Gerhard Andersson gegründet.


Beginn der 70er Jahre: Ein neuer Wehrführer wurde gewählt und
die Erweiterung der Ausbildung

1971 wurde Gerhard Andersson zum Wehrführer gewählt und führte von nun an die Wehr.

Mit Beginn der 70er Jahre steigerte sich die Zahl der Brandeinsätze, desgleichen nahmen die Anforderungen für technische Hilfeleistungen in erheblichem Umfang zu. Die Ausbildung wurde zielstrebig um die Funkausbildung und in Erster Hilfe erweitert.


1976: Die erste Mädchenfeuerwehr in Schleswig-Holstein

Völlig neue Wege beschritten die Rensefelder Feuerwehrkameraden anlässlich der 10-Jahresfeier der Jungendfeuerwehr und gründeten am 03.10.1976 als erste in Schleswig-Holstein eine Mädchenfeuerwehr. Diese Entscheidung der Wehr verunsicherte die Feuerwehrinstanzen, da man Mädchen in den Feuerwehren nur aus Spielmannszügen kannte. Unvorstellbar war zur dieser Zeit auch, dass Mädchen nach dem Übertritt in die aktive Wehr an realen Einsätzen teilnehmen sollen.


1977: Ein neuer Wehrführer wurde gewählt

1977 gibt Wehrführer Gerhard Andersson sein Amt in jüngere Hände; sein Nachfolger wird Heinz Löhndorf.


1979: Das neue Alarmierungssystem

Aufgrund der Personalknappheit bei der Polizei in Bad Schwartau und der damit verbundenen Schwierigkeiten, die Feuerwehren zu alarmieren, wird am 09.11.1979 das Alarmierungssystem umgestellt. Von nun an werden die Sirenen von der Rettungsleitstelle in Eutin ausgelöst. Wenig später kann die Auslösung auch durch die Berufsfeuerwehr Lübeck erfolgen.


1982: Das Zeitalter der stillen Alarmierung beginnt und
90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rensefeld

Für die vielen, immer wieder bei Schadensereignissen, störenden und vor den Rettungskräften eintreffenden Schaulustigen, brechen im April 1982 schlechte Zeiten an. Denn von nun an werden die Wehrmänner von Rensefeld und Bad Schwartau über Funkmeldeempfänger alarmiert, wovon die Wehren 12 Stück erhielten. Somit hat das Zeitalter der "stillen Alarmierung" auch in Bad Schwartau Einzug gehalten.

Vom 27.08. - 29.08.1982 feierten die Rensefelder und Bad Schwartauer Feuerwehren zusammen ihr 90-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses runden Geburtstages wurde vom 15.08. - 5.09.1982 eine Ausstellung über die Entstehung des Feuerlöschwesens gezeigt.


1991: Der Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses und
die Feuerwehr Rensefeld bekommt eine Drehleiter

 

 

Im Januar 1991 protestierten die Freiwilligen Feuerwehren Rensefeld und Bad Schwartau für den umgehenden Baubeginn eines neuen Gerätehauses. Seit 12 Jahren wurde den Feuerwehren schon ein neues Gerätehaus versprochen. Dieser Neubau ist aus rechtlicher Sicht auch dringend erforderlich. Nach Plänen der Stadt vom Spätsommer 1989 sei der 1. Spatenstich für März 1991 angekündigt worden. Es wurde vermutet, dass der Bau in der Straße Fünfhausen verhindert werden soll und man die Feuerwehren in das Gewerbegebiet verbannen wollte. Das wollten die Kameraden sich nicht gefallen lassen. Nach diversen Warnungen an die politisch Verantwortlichen war eine Protestdemonstration vor dem Rathaus zum Neujahrsempfang und die Sammlung von 3000 Unterschriften der vorläufige Höhepunkt in der Forderung des umgehenden Baubeginnes für das neue Feuerwehrhaus.

Nach jahrelangen Planungen für ein neues Feuerwehrhaus wurde im Juli 1991 der erste Schritt in die Praxis umgesetzt. Die Feuerwehren aus Rensefeld und Bad Schwartau zogen aus ihrer fast 30 Jahre alten Behausung aus.

Am 30/31.12.1991 fuhren 8 Kameraden aus Rensefeld und Bad Schwartau in die Nähe von Freiburg im Schwarzwald, um endlich die Langersehnte Drehleiter abzuholen. Dieses 20 Jahre alte Fahrzeug, wurde am Silvestertag an die Feuerwehr Rensefeld übergeben.


1992: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rensefeld

Vom 21.08. - 23.08.1992 feierten die Rensefelder und Bad Schwartauer Feuerwehren zusammen ihr 100-jähriges Jubiläum. Zum Programm gehörte Unterhaltung im Festzelt, die Vorstellung der Wehren auf dem Festplatz, eine Alarmübung, Spiele für Kinder, ein Jubiläumsball im Festzelt mit anschließendem Feuerwerk, Feuerwehr-Wettkämpfe, Frühschoppen mit Musik und ein Festumzug.


1993: Die Einweihung vom neuen Feuerwehrhaus

 

Im Juli 1993 beendeten die Ortswehren Bad Schwartau und Rensefeld die über zwei Jahre dauernde provisorische Unterbringung im Bauhof in Langenfelde. Mit voller Ausrüstung siedelten sie in ihr neues Feuerwehrhaus an der Straße Fünfhausen um. Der Neubau an der Rantzauallee ist den Anforderungen des Brandschutzes bestens gerüstet. Eingeweiht wurde es im August. Es wurde ein „Tag der offenen Tür“ angeboten um die Bürger von der Zweckmäßigkeit des rund sieben Millionen Mark teuren Projekts zu überzeugen, in dem auch die DRK-Rettungswache integriert wurde.


1994: Ein neuer Wehrführer wurde gewählt

1994 wurde Joachim Kendziorra zum Wehrführer gewählt und führte 16 Jahre die Wehr.


1999: Die Fahnenweihe

Am 27. Mai 1999 wurde eine feierliche Enthüllung der neuen Fahne durchgeführt. Es marschierten alle drei Bad Schwartauer Orts- und Jugendfeuerwehren mit ihren Fahnenabordnungen und Familienangehörigen zur Rensefelder St. Fabiankirche. Voraus der Spielmannzug des VfL Bad Schwartau. Empfangen wurden wir zum Festgottesdienst von Pastor Kiehn und dem Posaunenchor der Gemeinde. Nach der Predigt erhielten wir den Segen. Nicht nur als Dienst am Nächsten, sondern als Dienst an Gott, bezeichnete Pastor Kiehn das Engagement der Feuerwehren. Mit den Worten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" wurde die neue Fahne enthüllt.


2001: Leistungsbewertung“Bronzenes Beil”

Im Jahr 2000 entschied sich die Wehr zur Abnahmedes bronzenen Beils; einer Leistungsbewertung der Feuerwehren. Mit viel Eifer und Gewissen sowie unter viel Einsatz der Freizeit, wurde das Feuerwehrhaus, die Geräte und die Fahrzeuge auf 1a Zustand gebracht. Am 15. September 2001 war es dann soweit. Nach dem Antreten, dem Fußmarsch, sowie dem Ablegen der einzelnen Übungen und der Alarmübung, waren wir gespannt auf das Ergebnis. Der damalige Kreisbrandmeister Manfred Reinholdt sprach uns die Note „Sehr Gut" aus.


2004: 112 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rensefeld

2004 feierte die Feuerwehr Rensefeld ihr 112-jähriges Jubiläum. Das Programm steckte sich durchs ganze Jahr.
Am 14. Februar organisierten wir die Kreisfeuerwehrversammlung Ostholstein in der Ludwig-Jahn-Sporthalle. Am 18. April führten wir ein musikalisches Frühschoppen durch. Ein Oldtimertreffen für Feuerwehrfahrzeuge auf dem Marktplatz und der Fußgängerzone in Bad Schwartau mit einer Kolonnenfahrt durchs Stadtgebiet stand am 06. Juni an. Zum Schluss fand am 15. Oktober unser Lichterfest mit Laternenumzug und Feuerwerk am Dorfanger bei der Rensefelder Kirche statt.


2007: Leistungsbewertung “Roter Hahn - Stufe 1”

Nach zahlreichen Übungsdiensten und Diensten bei denen die Fahrzeuge und Gerätschaften sowie das gesamte Gerätehaus auf Fordermann gebracht wurden, war es endlich soweit. Am 16. Juni 2007 wurde die Leistungsbewertung “Roter Hahn” der Stufe 1 von der Bewertungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein abgenommen. Bewertet wurde unter strengen Blicken der Prüfer, das Antreten, die Meldung durch den stellv. Wehrführer Lars Wellmann an den Wehrführer Joachim Kendziorra und dieser an den Kommissionsleiter, die Einsatzkleidung, die Gerätschaften und Fahrzeuge sowie das taktische Vorgehen bei einer Einsatzübung nach FwDv 3.Die dort gestellten Aufgaben wurden von den Kameradinnen und Kameraden ohne Probleme gemeistert. Ganz besonders wurden die Fahrzeuge, Gerätschaften und das Gerätehaus gelobt. Die Wehr hatte mit einem sehr guten Eindruck “bestanden”.

 

2009: Leistungsbewertung “Roter Hahn - Stufe 2”

 

Am 27. Juni 2009 wurde die Leistungsbewertung “Roter Hahn” der Stufe 2 von der Bewertungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein abgenommen. Wie bei der Stufe 1 mussten verschiedene Aufgaben erfüllt werden.
Die Wehr absolvierte die geforderten Aufgaben mit einem sehr guten Eindruck. Somit konnte uns der zweite Stern für die Leistungsbewertung Roter Hahn überreicht werden.



2010: Ein neuer Wehrführer wurde gewählt

Seit 2010 führt Olaf Dreyer die Wehr.